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Männer mit Bart, sagt mein Chef, haben ein Problem. Ein Imageproblem. Bartträger seien gesellschaftlich geächtet. Das ist was Psychologisches, sagt mein Chef. Denn wer zu viel Haar im Gesicht trage, der wirke nicht offen – und unterbewusst meint man, der Mann wolle einem was verheimlichen. Weil er sich eben hinter dem Gestrüpp um Mund und Nase verstecke.

Beispiele gefällig? Saddam Hussein, Osama Bin Laden, Kurt Beck.

Ho, Vorsicht! Den SPD-Chef auf eine Stufe stellen mit einem toten Diktator und einem Terrorfürsten? Das könnte gefährlich werden. Darum will ich – nur zur Sicherheit – gleich klarstellen, dass die Liste a) sicher nicht vollständig ist und sich b) lediglich auf das Merkmal „Haare im Gesicht“ bezieht. Daraus einen Rückschluss auf die gegenwärtige politische Schwäche der SPD ziehen zu wollen, läge mir fern. Außerdem ist die Zusammenstellung Saddam-Osama-Kurt nicht auf meinem Mist gewachsen; ich zitiere nur meinen Chef.

Muss ich erwähnen, dass der Chef selbst Bart trägt?

Jedenfalls ist mir diese Bart-These gestern Abend wieder eingefallen, als meine Liebste und ich zufällig im TV bei George Harrissons „Concert For Bangladesh“ hängengeblieben sind. [Klasse Konzert, im Übrigen. Unbedingt mal bei You Tube anschauen.] Da fiel mir auf, dass man damals – das Konzert fand am 1.8.1971 statt – frisch rasiert anscheinend gar nicht mit George im Rampenlicht stehen durfte.

Jetzt kann ich mir kaum vorstellen, dass nur Bob Dylan nichts zu verbergen hatte. Er war einer der wenigen, der ohne Matte im Gesicht auftrat. Ansonsten: Harrison, Eric Clapton, Ringo Starr, Klaus Voormann alle mit Gestrüpp. Alle verdächtig?

Gehe mich trotzdem rasieren.